Das Projekt Dominium in der Kölner Innenstadt nimmt gleich mehrere Herausforderungen an: Städtebaulich wird das scheinbar monolithische Büroprogramm in sechs eigenständig entwickelte Bürohäuser aufgelöst, architektonisch wird die vermeintliche Sprachlosigkeit des monotaktischen Bürorasters zu Gunsten des individuellen Hausganzen differenziert, programmatisch werden die Hausdächer wieder als konstitutives Motiv des städtischen Hauses begriffen und schließlich wird der Naturstein hier so profilträchtig und motivmächtig in Szene gesetzt wie dieses in den vergangenen Jahrzehnten kaum an anderer Stelle zu finden war. Mit diesem Projekt gelingt dem Verfasser ein ebenso faszinierender, provokanter wie streitbarer Beitrag zur zeitgenössischen Architekturdebatte.