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Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.

Werkbericht: Umgestaltung Fußgängerzone Memmingen — Einreichung zum Deutschen Naturstein-Preis 2020

Im Rahmen der Stadterneuerung ist die Neugestaltung der Fußgängerzone „Kramerstraße mit Seitengassen“ ein Kernprojekte für die Aufwertung und Stärkung der Altstadt als geschäftliches, gesellschaftliches und kulturelles Zentrum der Stadt Memmingen.

Foto 1: TERRA.NOVA Landschaftsarchitektur

Foto 2: TERRA.NOVA Landschaftsarchitektur

Foto 3: TERRA.NOVA Landschaftsarchitektur

Der Entwurf für die Fußgängerbereiche der Kramerstraße und der angrenzenden Seitengassen sieht als Grundelement einen homogenen und ruhigen Bodenbelag vor. Die Entwurfsidee sucht eine Art 'Teppich' zu weben, der durch die einheitliche Textur der Oberfläche die Gassen und die Kramerstraße als zusammenhängende Fußgängerbereiche erkennbar macht.

Die Hauptmaterialien sind auf Granit beschränkt. Unterschiedliche Oberflächen, Formate und Fugenbilder leisten die notwendigen Differenzierungen zwischen Hauptachse und Gassen. Ein durchgängiger Fries im Sockelbereich der Gebäude nimmt Vor- und Rücksprünge, Zu- und Ausgänge sowie Lichtschächte auf. Der umlaufende, großformatige Fries ist als hellgrauer Bayerwaldgranit, der Flächenbelag als durchmischter, grau- bis dunkelgrauer Granit aus vier Materialien europäischer und nicht europäischer Herkunft hergestellt.

Die gewählte Entwurfssystematik durchzieht Hauptachse und Gassen gleichermaßen, jedoch passen sich Formate und Proportionen den räumlichen Gegebenheiten der Raumzuschnitte an und schaffen hierdurch feine Differenzierung im großen Ganzen. Die breiten Pflasterrinnen der Hauptachse werden zu schmalen Pflasterlinien mit eingefräster Nut oder einfacher Kehlnaht, der großformatige Plattenverband wechselt zu kleinformatigem Flächenpflaster, der breite Fries reduziert sich in den Gassen zu einer einreihigen Läuferzeile aus Großpflaster.

Ausschließlich der Theaterplatz erhält eine eigenständige Materialität. Ein großformatiger Plattenbelag aus Muschelkalk mit scharrierter Oberfläche nimmt Bezug zu den charakteristischen Natursteinelementen in der Fassade des Theatergebäudes auf. Gebäude und Stadtboden werden auf dieser Weise als eigenständiger Ort gewürdigt (siehe Foto 1).

Naturstein: Granit, Muschelkalk


Kontakt:

TERRA.NOVA Landschaftsarchitektur
Kraemer’sche Kunstmühle
Birkenleiten 43
81543 München

Tel.: +49.89.624892.42
Mail: info@tn-l.de
Web: www.tn-l.de