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Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.

Naturstein-Technik ist heute High Tech

Naturwerkstein, der für Fassaden, Bodenbeläge, Treppen, Fensterbänke und Küchenabdeckungen und vieles andere bearbeitete Naturstein, ist kein uniformes Industrieprodukt, sondern zeigt seine Entstehungsgeschichte.

Naturwerkstein, der für Fassaden, Bodenbeläge, Treppen, Fensterbänke und Küchenabdeckungen und vieles andere bearbeitete Naturstein, ist kein uniformes Industrieprodukt, sondern zeigt seine Entstehungsgeschichte.
Mit den veränderten Anforderungen an Gebäude wurden auch die Verlege- und Versetztechniken für Naturstein den heutigen Erfordernissen angepasst. Wurden früher einfach mehr oder weniger bearbeitete Natursteine aufeinander geschichtet um einen Schutzraum zu erstellen, werden heute hohe Anforderungen an den Schallschutz, Wärmeschutz und Energieverbrauch von Gebäuden gestellt.
Der Wärmeschutz bedingt eine Trennung der äußeren Wandscheibe von der tragenden Innenwand, um dazwischen die benötigten Dämmstoffe anzubringen. Dies führte zu der Entwicklung der hinterlüfteten Außenwandbekleidung aus Naturwerkstein, die sich aufgrund ihrer optimalen Eigenschaften und Dauerhaftigkeit einen hervorragenden Ruf erworben hat. Die hinterlüftete Außenwandbekleidung war und ist wohl immer noch die gebräuchlichste Verwendung von Naturwerkstein an der Fassade; Naturstein als Wetterschutz für die immer dicker werdenden Wärmedämmplatten. Außen angebrachte Dämmschichten sind nicht ausreichend wetterbeständig und ohne Oberflächenbehandlung ästhetisch unbefriedigend. Die heute angewendete Versetz- und Verankerungstechnik berücksichtigt die bauphysikalischen Einflüsse. Im Unterschied zur Vormauerschale wird bei der hinterlüfteten Fassadenbekleidung das Eigengewicht der Naturwerksteine nicht selbst abgetragen, sondern jede einzelne Platte wird in der Regel an vier  Ankern mit der tragenden Mauerschale verbunden. Die Fugen zwischen den einzelnen Platten bleiben meist offen oder werden mit einem elastischen Fugenmaterial geschlossen.
Viele Architekten und Bauherren haben erkannt, daß Fassaden aus Naturstein eine wirtschaftliche Alternative sind.
Neben Wohn-, Verwaltungs- und Kirchenbauten waren es vor allem öffentlichen Repräsentationsbauten, die dem natürlichen Werkstoff ein hohen Ansehen verschafften. Die Gründe liegen auf der Hand: Naturstein ist ein ästhetisch faszinierendes, hochwitterungsbeständig Material, ein optisch und technisch überzeugender Werkstoff.
Eine Untersuchung des deutschen Battele-Institutes, ein international anerkanntes Wirtschaftsforschungsinstitut dokumentiert dies deutlich: Eine Fassadenbekleidung aus Naturwerkstein, so heißt es in dem vor wenigen Jahren erstellten Gutachten, sei im Hinblick auf die erforderlichen Baukosten, berechnet unter Einbeziehung der Reinigungs- und Konservierungskosten über einen Zeitraum von 50 Jahren, ein besonders wirtschaftliches Fassadensystem. Naturstein garantiere eine hohe technisch-funktionale Lebensdauer. Besonders hoch zu bewerten sei der geringe Aufwand für Reinigungs- und Wartungskosten sowie die Dauerhaftigkeit der Oberfläche. Bedingt durch den Wandel der Architektursprache in den letzten zehn Jahren werden gleichförmige, rasterartige Fassadenausbildungen immer mehr durch strukturierte Verkleidungsformen aus Naturstein abgelöst.