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Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.

Graffiti-Säuberung im Kölner Dom!

Köln/Wiesbaden: Die Turmbesteigung des Kölner Doms strahlt in neuem Glanz. Über mehrere Wochen entfernte die Wiesbadener Spezialfirma Guard KG in einem einzigartigen Projekt Graffiti und Kaugummireste von Wänden und Treppen im Südturm des Kölner Doms.

Köln, Dom, Südturm, Turmbesteigung, Graffiti-Entfernung bis 100 Meter © Foto: Guard KG

Köln, Dom, Südturm, Turmbesteigung, Graffiti-Entfernung bis 100 Meter © Foto: Guard KG

Köln, Dom, Südturm, Turmbesteigung, Graffiti-Entfernung bis 100 Meter © Foto: Guard KG

Köln, Dom, Südturm, Turmbesteigung, Graffiti-Entfernung bis 100 Meter © Foto: Guard KG

Köln, Dom, Südturm, Turmbesteigung, Graffiti-Entfernung bis 100 Meter © Foto: Guard KG

Köln, Dom, Südturm, Turmbesteigung, Graffiti-Entfernung bis 100 Meter © Foto: Guard KG

Ob Herzen mit den Initialen Verliebter, ob die Namen von Touristen aus aller Herren Länder mit dem Zusatz „wir waren hier“ oder andere - mehr oder weniger originelle - Bildchen und Textbotschaften: Graffiti sind ein weltweites Phänomen und je prominenter der Ort, desto anziehender scheint er für die selbsternannten Künstler zu sein. Schon seit Jahrhunderten verewigen sich auch im ehrwürdigen Kölner Dom Kölner Bürger und Köln-Besucher mit Gekritzel, kleinen Botschaften und Malereien an den Wänden des Wahrzeichens der Rheinmetropole.

Besonders in den Aufgängen der Treppentürme wendelte sich das unansehnliche Graffitiband an den Wänden zuletzt bis in 100 Meter Höhe und bildeten eingetretene Kaugummis - die es immerhin schon seit 150 Jahren gibt - einen schmutzigen Fleckenteppich. Tausende von Händen hinterließen über die Jahrzehnte ein wucherndes „Riesengraffiti“, den Bau entstellte und die Würde des Domes verletzte - aber mangels technischer Möglichkeiten bislang nie beseitigt werden konnte.

 

Reinigungssystem ist Eigenentwicklung der Graffiti-Spezialisten

Bis zum März dieses Jahres - als zuerst Corona und dann Udo Ernst kamen.  Das Virus sorgte dafür, dass die engen Treppenhäuser des Gotteshauses für den Besucherverkehr gesperrt wurden. Udo Ernst traute sich mit seinem Wiesbadener Unternehmen Guard KG zu, was bislang niemand für möglich gehalten hatte.

Über zwei Monate wirkten die Spezialisten - teilweise in wasserdichten Ganzkörperanzügen - mit Heißwasser-Hochdruckreinigern an Wänden und Fußböden des Domes und rückten dem wohl ältesten, größten und höchsten Graffiti Deutschlands zu Leibe. Die hochwirksamen und biologisch abbaubaren Reinigungsmittel und Methoden zur Graffitientfernung hat das Spezialunternehmen über Jahrzehnte selbst entwickelt, vertreibt sie mit großem Erfolg und schult Unternehmen in ganz Europa in der schonenden Entfernung unliebsamer Schmierereien von Wänden,  öffentlichen Verkehrsmitteln und andere Oberflächen, die zum Ärgernis der Eigentümer als Leinwand genutzt werden.


Zur Vorbeugung hat das Unternehmen zudem Spezialbeschichtungen für verschiedene Untergründe entwickelt, durch die sich Schmierereien leichter entfernen lassen. Diese sind – je nach Produkt -  in verschiedenen Glanzgraden und auf Wunsch auch in RAL Farbtönen erhältlich, so dass sie sich optimal dem Untergrund anpassen und sich bis zu einhundert Mal einfach und rückstandsfrei von Graffitis abreinigen lassen.

Ein dauerhafter, bis zu 10 Jahre haltender Schutz, den in dieser Form kein anderer Hersteller anbieten kann.

 

Graffiti-Entfernung in bis zu 100 Meter Höhe

Der Dom war dennoch selbst für die Wiesbadener Spezialisten eine neue Herausforderung, denn einerseits galt es, die empfindliche Bausubstanz des historischen Sandsteins nicht zu beschädigen. Andererseits waren die schieren Ausmaße des Reinigungsprojektes gigantisch. Bis in 100 Meter Höhe waren Hochdruckleitungen zu verlegen, das anfallende Abwasser aufzufangen und zu entsorgen. Weil der Treppenturm des 1880 fertiggestellten Südturmes bislang nie gereinigt worden war, kam Schicht um Schicht von Kritzeleien zum Vorschein. Das älteste Graffiti stammte aus 1923 - aber sicher wurden noch viel ältere „Werke“ entfernt, da nicht alle vermeintlichen Künstler sich die Mühe gemacht hatten, Ihren Gruß an die Nachwelt zu datieren.

Nach Abschluss der Arbeiten dürften sich die Auftraggeber der Kölner Dombauhütte bei der ersten Begehung wie auf einer Zeitreise in die Vergangenheit gefühlt haben. Der Sandstein strahlt nun wieder so rein, als hätte der Steinmetz gerade erst den letzten Meißelhieb getan. Nicht nur alle Graffiti und Kaugummireste konnten die Graffiti-Guard Spezialisten rückstandsfrei entfernen. Auch die dunklen Ablagerungen sind restlos verschwunden.

Das Ergebnis ist so überzeugend, dass die Guard KG im Kölner Dom wohl nicht zum letzten Mal mitsamt Equipment und Spezialprodukten anrückt. Denn - da sind sich Auftraggeber und Udo Ernst einig - der nächste Kritzler kommt bestimmt und wo erst einmal ein Graffiti prangt, fühlen sich zehn weitere Schmierfinken animiert, sich ebenfalls zu verewigen.

Autor: Helmut Fili, Guard KG, Wiesbaden, www.graffiti-guard.net