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Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.

Nominierte Kategorie C

Wiederaufbau Dresdner Schloss, Schlosskapelle – Rekonstruktion Schlingrippengewölbe, Dresden
Jens-Uwe Anwand - Büro für Architekturplanung und Denkmalpflege, Dresden

Foto: Jens-Uwe Anwand, Dresden

Die Rekonstruktion des Schlingrippengewölbes in der Dresdener Schlosskapelle mit ihren doppelt gekrümmten räumlichen Steinprofilen fasziniert uns außerordentlich, obwohl uns durch moderne Medien heutzutage auch die ungewöhnlichsten Formen nahe gebracht werden.
Dass hier mit Hilfe von präzisester bau- und kunsthistorischer Recherche dann auf Computerbasis diese verlorengegangenen Tragekonstruktionen wieder nachempfunden, konstruiert, gezeichnet, gefräst und dann aufgerichtet werden, gibt ein wunderbares und vorbildliches Zeugnis von der Ernsthaftigkeit der heutigen Rekonstruktionstechniken und der modernen Denkmalspflege.
Gleichzeitig assoziiert man damit aber auch futuristische Konzepte zeitgenössischer Architekturen – es wird eine faszinierende Brücke geschlagen zum 16. Jahrhundert.
Wenn man bedenkt, dass diese nachgebauten Konstruktionen überdies auch noch allen modernen statischen und brandschutztechnischen Anforderungen entsprechen müssen – die ja wesentlich komplexer sind als damals – begreift man diese hervorragende Leistung erst wirklich. Es ist ein in jeder Hinsicht vorbildliches und mutiges Vorgehen, das seinesgleichen sucht.


Büro- u. Geschäftshaus „FortySeven & Co.“, Frankfurt am Main
Manfred Wenzel, TEK TO NIK Architekten Wenzel & Partner, Frankfurt am Main


Foto: Andreas Stimpert, Frankfurt a.M.

Die Fassadenausbildung dieses Verwaltungsbaus zeichnet sich durch Abstraktion und Klarheit bei gleichzeitiger Dynamik aus. Das bekannte Achsmaß im Bürobau wird hier zu einer großzügig und elegant wirkenden Fassadenteilung weiterentwickelt.
Die spezifische Wirkung und besondere Qualität des Gebäudes entwickelt sich aus dem architektonischen Detail heraus: Die plastisch ausgebildete Fassade aus hellen, vorgehängten Naturmassivsteinelementen überzieht den Baukörper mit einem bewegten Linienverlauf, der die Strenge des tragenden Rasters auflöst und dem Haus eine starke Identität in Nah- und Fernwirkung verleiht. Dieses komplexe Fassadenbild entsteht durch ein einfaches, asymmetrisches Grundmodul in Dimensionen, die bisher nur in Betonfertigteilen möglich erschienen. Das Element kommt in seiner Anordnung gespiegelt zum Einsatz und erzeugt so eine überraschende Vielfalt und Dynamik. Je nach Wetter, Jahres- und Tageszeit zeichnet der wechselnde Lichteinfall so unterschiedliche Bilder auf die Fassade. Als besonders beispielhaft würdigt die Jury die handwerkliche Präzision der Fassadenelemente, die langfristig eine hohe Qualität sichert und gleichzeitig durch den klugen Umgang mit dem ‚seriellen’ Element eine beeindruckende gestalterische Varianz erzielt.

Die Nominierten

Kategorie A
  • Kröpcke-Center, Hannover

  • LWL-Museum, Münster
  • Taunus Turm, Frankfurt am Main

  • Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main
  • Sebald-Kontore, Nürnberg
 Kategorie B
  • Platz am Scharf Eck Winkel, Fridingen
  • IBK-Platzgestaltung Maria-Theresia-Straße, Innsbruck
Kategorie C
  • Wiederaufbau Dresdner Schloss, Schlosskapelle – Rekonstruktion Schlingrippengewölbe, Dresden
  • Büro- u. Geschäftshaus „FortySeven & Co.“, Frankfurt am Main
Kategorie D
  • Wohnhaus in Sent, Schweiz
  • Villa in Kronberg