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Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.

Nominierte Kategorie D

Wohnhaus in Sent, Schweiz
Archtektenbüro Renato Maurizio AG, Maloja, Schweiz

Foto: Giancarlo Gardin, Mailand

Das bruchsteinerne Wohnhaus fasziniert durch die Frische und unaufdringliche Modernität des Entwurfes bei einem gleichzeitig starken örtlichen Bezug, der aber auch eine gewisse Zeitlosigkeit besitzt.
Das Haus berücksichtigt nicht nur den Energieaspekt im täglichen Verbrauch, sondern ausdrücklich auch den bei der Beschaffung, Bearbeitung und Verbauung der angewandten Materialien: Man verwendete, wie man das über tausende Jahre hin in alter Zeit immer schon getan hatte, einfach für die Fassade das Material des eigenen Aushubs und das des nächstgelegenen Steinbruchs. Gleichzeitig wird der Naturstein aber auch innen großflächig gezeigt, nicht nur an den Wänden, sondern auch bei den Fußböden. Er wird damit zum bestimmenden Material und gleichzeitig auch zum Motiv des gesamten Entwurfes. Vorbildlich ist die Anwendung der alten örtlichen Verarbeitungstechnik, der groben Vermörtelung mit Kalk: Sie bedingt ein modernes Aussehen des omnipräsenten Steinmaterials, erzeugt aber gleichzeitig einen fließenden und harmonischen Übergang zum unbehandelten Beton der Deckenuntersichten und der Stürze.


Villa in Kronberg
von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg

Foto: Heiner Leiska, Seestermühe

In dezententer, ausdrucksstarker Formensprache setzt sich der Entwurf der Villa mit dem Kontext auseinander: Der Bezug zu einer benachbarten, höher gelegenen Burg gelingt in vorbildlicher Weise, wobei neben der architektonischen Klarheit mit die Wahl des Materials eine Weiterentwicklung des Ortes gelingt. Der Bezug einerseits zu dem in Sichtweite gelegenen historischen Bauwerk und anderseits zu der vorhandenen Bruchstein-Trockenmauer direkt neben dem neuen Haus mittels der massiv ausgeführten, lagernden Vermauerung des Quarzits unterstützt die Haltung zum Ort wohltuend und lässt das Haus wie einen Monolithen am Sockel der Burg erscheinen. Die einfache geometrische Grundform und das Satteldach sind daher folgerichtig gewählt worden.
Präzise sind die Fensteröffnungen in die Wand geschnitten. So werden die massiven Wandflächen gegliedert, die Innenräume mit Tageslicht versorgt und großzügige Ausblicke gewährt. Konsequent sind die klaren Raumfolgen aus dem Entwurfsgedanken entwickelt, einen unaufdringlichen, selbstbewusst modernen Baukörper in den Kontext des Umfeldes zu positionieren.

Die Nominierten

Kategorie A
  • Kröpcke-Center, Hannover

  • LWL-Museum, Münster
  • Taunus Turm, Frankfurt am Main

  • Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main
  • Sebald-Kontore, Nürnberg
 Kategorie B
  • Platz am Scharf Eck Winkel, Fridingen
  • IBK-Platzgestaltung Maria-Theresia-Straße, Innsbruck
Kategorie C
  • Wiederaufbau Dresdner Schloss, Schlosskapelle – Rekonstruktion Schlingrippengewölbe, Dresden
  • Büro- u. Geschäftshaus „FortySeven & Co.“, Frankfurt am Main
Kategorie D
  • Wohnhaus in Sent, Schweiz
  • Villa in Kronberg