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Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.
U-Bahnhof, Museumsinsel Berlin
Architekturbüro: Max Dudler, Berlin

Foto: Stefan Josef Müller

Der von Max Dudler gestaltete U-Bahnhof Museumsinsel auf der Berliner U-Bahnlinie U5 eröffnet einen gänzlich neuen Ort im Herzen der Stadt und wird dort zur Vorhalle der bedeutendsten kulturellen Institutionen Berlins. Die Eingangsbereiche sind in Form und Material (Granit Kösseine) zurückhaltend gestaltet und gliedern sich in den vorgefundenen Stadtraum mit seinen historischen Bauten ein. 


Umbau- und Revitalisierung TEGEL QUARTIER
Architekturbüro Max Dudler, Berlin

Foto: Stefan Josef Müller

Das Projekt ist Teil der grundlegenden Umgestaltung der Gorkistraße in Berlin. Zugleich stellt das Upgrade eines Gebäudes aus den 1970er Jahren eine prototypische Architekturaufgabe gerade im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit dar. Die vollständig neu gestaltete Fassade wurde größtenteils an die vorhandene Bausubstanz angebaut. Der starke Material- und Farbkontrast der Fassade (heller Kalkstein, grüner Granit, grauer Muschelkalk) rhythmisiert das Ensemble optisch in kleinere, an die historische Parzellierung angelehnte Abschnitte. Die bis zu 45 cm tiefe Staffelung der kaskadierenden Gestaltung der Natursteinfassade wurde mit zahlreichen Massivteilen ausgeführt und ist in dieser Form und Qualität wohl einmalig.


Erweiterung Bürogebäude Konrad-Adenauer-Stiftung
Architekturbüro: Cramer Neumann Architekten

Foto: Studio Bowie

Die Erweiterung der Konrad-Adenauer-Stiftung schließt an der nordwestlichen Ecke des Köbis-Dreiecks direkt an das Bestandsgebäude an, so dass es wie selbstverständlich zu einer Verschmelzung von Alt und Neu kommt und die beiden Baukörper nicht mehr als solche ablesbar sind, was sich auf der Fragestellung der Bauaufgabe begründet. Die Fassade der Erweiterung wurde, wie bereits der Bestand, als hinterlüftete Natursteinverkleidung in Römischem Travertin (geschliffen C60) ausgeführt. Der Anschnitt des Travertin gegen das Lager verleiht dem Stein eine gewisse Textur und Lebhaftigkeit. Die Bodenbeläge sind mit Waldstein Granit gelb ausgeführt.


Erweiterung Kunsthaus Zürich
Architekturbüro: David Chipperfield Architects

Foto: Noshe

Der von David Chipperfield Architects Berlin konzipierte Erweiterungsbau ergänzt das bestehende Kunsthaus Zürich, zwischen Großmünster und Universität gelegen, um ein weiteres, freistehendes Museumsgebäude. Die Gebäudeform orientiert sich an der nördlich des Grundstücks gelegenen, 1842 erbauten alten Kantonsschule, die in ihrer architektonischen Klarheit den stadträumlichen Rahmen definiert. Durch die städtebauliche Setzung entstehen zwei neue Stadträume im Süden der Stadtplatz als ein zu vier Seiten baulich gefasster Raum und im Norden der Garten der Kunst als offener und durchlässiger Naturraum. Eine weitläufige, die gesamte Gebäudetiefe durchmessende Eingangshalle verbindet die beiden neuen Stadträume miteinander.


Sudetendeutsches Museum München
Architekturbüro: pmp Architekten GmbH

Foto: Florian Holzherr

Um die monolithische Wirkung des Museums zu unterstreichen, ist der Baukörper fugenlos mit Naturstein verkleidet. Verwendet wurde Dietfurter Kalkstein aus dem Altmühltal, dessen Farbwirkung im Farbspektrum der Nachbargebäude bleibt und die beabsichtigte Einfügung in das Ensemble unterstreicht. Die Natursteinfassade hebt sich aber dennoch in ihrer Detailsprache von den benachbarten Putzfassaden ab und entspricht der Bedeutung des Gebäudes. Die Steinoberfläche ist rau und als gebrochene Linienstruktur leicht unregelmäßig bearbeitet. Die Platten wurden dazu in engen Abstanden maschinell mit geringer Tiefe horizontal eingesägt und dann per Hand nachgebrochen. Die sogenannte Splitline-Struktur ähnelt von nahem einer horizontal gerichteten Kratzputzstruktur, mit etwas Abstand aber einem fugenlosen, in sich stark lebendigen monolithischen Block.


NEO - Büro am Ku´damm
Architekturbüro: Nöfer Gesellschaft von Architekten mbH

Foto: Maximilian Meisse

Die Natursteinfassade an der Knesebeckstraße entwickelt sich von den Rändern zur Mitte von einer flächigen Bandfassade zu einem mehrfach gewölbten und in die Tiefe des Gebäudes entwickelten zweigeschossigen Eingangsportal. Hier sind nicht nur die Gesimse, sondern auch die konvexen Natursteinflächen mit Bandsägen aus dem vollen Block geschnitten. Die natürliche, sehr elegante Bänderung des gegen das Lager geschnittenen Gesteines unterstützt gestalterisch die horizontale Fassadengliederung. Der Travertin der Straßenfassade findet sich auch in der Lobby wieder, wodurch der öffentliche Raum in die Tiefe des Gebäudes gezogen wird. Auch im Innenhof wurden die Sitzbänke und Beeteinfassungen aus massiven Naturstein-Werkstücken hergestellt, hier aus dem robusten Granit Waldstein gelb.


Geschäftshäuser Gloria Am Kurfürstendamm Berlin
Architekturbüro: O&O Baukunst

Foto: Stefan Josef Müller

Die beiden Büro- und Geschäftshäuser liegen an Berlins berühmter Flaniermeile am Kurfürstendamm zwischen Gedächtniskirche und Kranzlereck. Die Natursteinfassade des Hauses Nr. 12 übersetzt die innere Konstruktion des stahlbetonskelettbaus mit vorgestellten, massiven Stützen- und Balkenelementen aus geschliffenem Kirchheimer Muschelkalk. Die Fassade des Hauses Nr. 14 aus hellem gebändertem Travertin folgt dem Prinzip einer fein gegliederten Lochfassade. Das repräsentative Eingangsfoyer aus Travertin und großformatigen hinterleuchteten Onyx-Natursteinflächen setzt den hohen Gestaltungsanspruch im Innenraum fort.


Nationalmuseum Oslo
Architekturbüro: Klaus Schuwerk / Kleihues + Schuwerk

Foto: Larsen

Das Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design tritt auf zwei Ebenen mit der existierenden Struktur der Stadt in Relation. Die Fassade des Sockelgebäudes ist komplett mit einer massiven Vormauerschale und komplexen Details aus Oppdal-Quarzit aufgemauert. Die Solidität und eine gewisse Zeitlosigkeit soll das Gebäude in Beziehung zu den Monumenten der Vergangenheit stellen. Das Foyer und die angrenzenden Bereiche sind ebenfalls mit Oppdal-Quarzit ausgekleided. Das dunkle Eichenholz der Möbel, der ruhige Fussboden aus Crailsheimer Muschelkalk sowie die textilen Deckenelemente komplementieren die Materialwahl.


Der explodierende Raum . Haus Marteau
Architekturbüro: Peter Haimerl . Architektur

Foto: Peter Haimerl

Von außen sieht man den 13 x 13 Meter großen Raum mit seinen 88 Sitzplätzen kaum, so umsichtig wurde er in den Hang an der Südseite integriert. Umso größer das Staunen, wenn man durch einen leicht abschüssigen Gang das neue Herz des Hauses betritt: 33 Splitter aus Granit hängen, fallen, fliegen hier knapp unter der Decke. Der größte ist 13 Meter lang, der schwerste wiegt sieben Tonnen. Trotz massivem Material und kolossalem Gewicht wirken die Splitter leicht, als hätte jemand an der Schwerkraft gedreht, als sei es das Normalste der Welt, dass der Himmel geometrische Wolken aus Granit trägt.